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	<title>Bildungswesen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Chronik Groß Kreutz</subtitle>
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		<title>Wolfram: /* &quot;Schulbericht von 1810&quot; */</title>
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		<updated>2026-07-27T09:04:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;&amp;quot;Schulbericht von 1810&amp;quot;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Wolfram am 27. Juli 2026 um 09:02 Uhr</title>
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		<updated>2026-07-27T09:02:00Z</updated>

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In den protestantischen Ländern erließen die Landesherren in Kirchenordnungen die ersten Regularien zum Unterricht. 1717 wurde in Preußen mit einem Generaledikt die Schulpflicht eingeführt. Jedes Kind solle ein “gewisses Maß an Bildung” erhalten. Es dauerte bis 1763, als unter Friedrich dem Großen das “General-Landschulreglement” in Preußen einen wichtigen Meilenstein zum Ausbau des Landschulwesens bildete. Man ging von der Naturalvergütung der Lehrer (bis dahin war es üblich, den Lehrern Land für den täglichen Broterwerb zur Verfügung zu stellen) zum Schulgeld über, die Schulpflicht wurde auf das 14. Lebensjahr ausgedehnt und die Lehrer mußten an einer Lehrerbildungsanstalt die notwendigen Kenntnisse ”im Schulehalten” erwerben. Die Schulaufsicht lag beim ausgehenden 18. bis zum ersten Drittel des 20. Jhdts. in Deutschland fast ausschließlich in der Verantwortung der Kirchen: der Ortspfarrer hatte die Lokalaufsicht, Superintendenten und Dekane die des Kreises. Seit 1872 begann in Preußen die Bestellung weltlicher Inspektoren, später bestand eine Unterhaltspflicht der Gemeinden. Früher konnte die geringe Bezahlung eines Dorfschullehrers nicht seinen Lebensunterhalt, geschweige denn den seiner Familie decken; Die Lehrer mussten ihre kümmerlichen Einnahmen durch andere Tätigkeiten aufbessern. So war bis in das 20. Jhdt. hinein die Stelle des Lehrers mit der des Küsters und Organisten verbunden, aber auch als Schneider oder Weber, sowie durch eine kleine bäuerliche Wirtschaft vermochten sie sich eine zwar bescheidene, wenngleich doch einigermaßen gesicherte Lebensgrundlage schaffen. Zumeist diente der Raum, in dem der Unterricht abgehalten wurde, zugleich auch dem Lehrer als Wohnstube und Arbeitszimmer für seinen Nebenverdienst. Wie es in der Wirklichkeit aussah, geht aus dem Bericht des Ortspfarrers Gottfried Müller aus dem Jahre 1810 hervor. Er war verantwortlich für die Schule, aber selbst abhängig vom Patron und den königlichen Behörden und suchte diplomatisch einen Weg aus diesem Dilemma. Er zeichnet ein Sittenbild der damaligen Zustände, nicht nur von der einklassigen Dorfschule, auch von den sozialen Zwänge auf dem Lande. Die uns heute erscheinende Engstirnigkeit der Eltern ihren Kindern gegenüber, waren der Notlage der abhängigen Dorfbevölkerung geschuldet und war somit ein Hauptfaktor für die Kinderarbeit. Aus dem Jahre 1845 liegt im Domstiftsarchiv in Brandenburg eine Aufstellung der schulpflichtigen Kinder des Dorfes vor. Der Lehrer hatte 55 Kinder zu unterrichten. Der Schulze war für das Eintreiben des Schulgeldes, welches die Eltern zahlen mussten, zuständig. Dafür erhielt er 2% Hebegebühren. Es waren im 4. Quartal des Jahrs 18 Taler 5 Groschen und 6 Pfennige zusammen gekommen. Der Schullehrer Matter erhielt davon 16 Taler 4 Groschen und 1 Pfennige. Der Schulvorsteher bekam zur Aufbewahrung 1/10 (1 Taler, 20 Groschen) zur Aufbewahrung und der Dorfschulze erhielt 10 Groschen und 11 Pfennige Tantiemen. Abgerechnet wurde beim Pastor. Dies war eine Zeit des allgemeinen Elends. Hungerlöhne waren Gang und Gebe. (s. Weberaufstand 1844)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bei den Recherchen für die Festschrift zur 700-Jahrfeier fand ich im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam einen Bericht zu den Verhältnissen Anfang des 19. Jahrhunderts an der Dorfschule von Groß Kreutz. Selten habe ich ein Dokument mit so viel Interesse gelesen, wie dieses. Es schildert in eindringlichen Worten das Wohl und Wehe der Lehrer und der Schüler vor zweihundert Jahren. Einige Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund des Schulwesen sollen zum besseren Verständnis beitragen. Träger der Bildung war seit alters her die Kirche. Doch erst Martin Luther mahnte eindringlich, den Kindern Lesen, Schreiben und Singen beizubringen. In den protestantischen Ländern erließen die Landesherren in Kirchenordnungen die ersten Regularien zum Unterricht. 1717 wurde in Preußen mit einem Generaledikt die Schulpflicht eingeführt. Jedes Kind solle ein “gewisses Maß an Bildung” erhalten. Es dauerte bis 1763, als unter Friedrich dem Großen das “General-Landschulreglement” in Preußen einen wichtigen Meilenstein zum Ausbau des Landschulwesens bildete. Man ging von der Naturalvergütung der Lehrer (bis dahin war es üblich, den Lehrern Land für den täglichen Broterwerb zur Verfügung zu stellen) zum Schulgeld über, die Schulpflicht wurde auf das 14. Lebensjahr ausgedehnt und die Lehrer mußten an einer Lehrerbildungsanstalt die notwendigen Kenntnisse ”im Schulehalten” erwerben. Die Schulaufsicht lag beim ausgehenden 18. bis zum ersten Drittel des 20. Jhdts. in Deutschland fast ausschließlich in der Verantwortung der Kirchen: der Ortspfarrer hatte die Lokalaufsicht, Superintendenten und Dekane die des Kreises. Seit 1872 begann in Preußen die Bestellung weltlicher Inspektoren, später bestand eine Unterhaltspflicht der Gemeinden. Früher konnte die geringe Bezahlung eines Dorfschullehrers nicht seinen Lebensunterhalt, geschweige denn den seiner Familie decken; Die Lehrer mussten ihre kümmerlichen Einnahmen durch andere Tätigkeiten aufbessern. So war bis in das 20. Jhdt. hinein die Stelle des Lehrers mit der des Küsters und Organisten verbunden, aber auch als Schneider oder Weber, sowie durch eine kleine bäuerliche Wirtschaft vermochten sie sich eine zwar bescheidene, wenngleich doch einigermaßen gesicherte Lebensgrundlage schaffen. Zumeist diente der Raum, in dem der Unterricht abgehalten wurde, zugleich auch dem Lehrer als Wohnstube und Arbeitszimmer für seinen Nebenverdienst. Wie es in der Wirklichkeit aussah, geht aus dem Bericht des Ortspfarrers Gottfried Müller aus dem Jahre 1810 hervor. Er war verantwortlich für die Schule, aber selbst abhängig vom Patron und den königlichen Behörden und suchte diplomatisch einen Weg aus diesem Dilemma. Er zeichnet ein Sittenbild der damaligen Zustände, nicht nur von der einklassigen Dorfschule, auch von den sozialen Zwänge auf dem Lande. Die uns heute erscheinende Engstirnigkeit der Eltern ihren Kindern gegenüber, waren der Notlage der abhängigen Dorfbevölkerung geschuldet und war somit ein Hauptfaktor für die Kinderarbeit. Aus dem Jahre 1845 liegt im Domstiftsarchiv in Brandenburg eine Aufstellung der schulpflichtigen Kinder des Dorfes vor. Der Lehrer hatte 55 Kinder zu unterrichten. Der Schulze war für das Eintreiben des Schulgeldes, welches die Eltern zahlen mussten, zuständig. Dafür erhielt er 2% Hebegebühren. Es waren im 4. Quartal des Jahrs 18 Taler 5 Groschen und 6 Pfennige zusammen gekommen. Der Schullehrer Matter erhielt davon 16 Taler 4 Groschen und 1 Pfennige. Der Schulvorsteher bekam zur Aufbewahrung 1/10 (1 Taler, 20 Groschen) zur Aufbewahrung und der Dorfschulze erhielt 10 Groschen und 11 Pfennige Tantiemen. Abgerechnet wurde beim Pastor. Dies war eine Zeit des allgemeinen Elends. Hungerlöhne waren Gang und Gebe. (s. Weberaufstand 1844)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<updated>2025-12-18T10:43:49Z</updated>

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		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Wolfram: /* Die Groß Kreutzer Schule ab 1985 */</title>
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		<author><name>Wolfram</name></author>
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		<title>Wolfram am 20. November 2023 um 16:50 Uhr</title>
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		<updated>2023-11-20T16:50:15Z</updated>

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Die Lehrstellenangebote gingen drastisch zurück und als alternatives Angebot für die Jugendlichen wurde eine 1- bis 2-jährige berufliche Grundlagenbildung in der Agrarwirtschaft und Hauswirtschaft eingerichtet. Die bis zu diesem Zeitpunkt über 25 Jahre durchgeführte Ausbildung von Facharbeitern für die Tierproduktion lief 1993 und die Ausbildung der Landwirte 1994 aus. Ab 1993 wurde die theoretische Beschulung der Floristen vom Schulteil Werder an den Schulteil Groß Kreutz verlegt. Mit Beginn des Schuljahres 1995/96 wurde mit den Gärtnern die Berufsschule für alle landwirtschaftlichen Berufe des OSZ Werder nach Groß Kreutz verlagert. Die Zahl der Schüler stieg zum Schuljahr 1996 wieder auf 592 an. Dem veränderten Ausbildungsprofil folgend, wurden die Außenanlagen als gärtnerische Übungs- und Lernflächen umgestaltet, ein zweischiffiges Lehrgewächshaus sowie Fachunterrichtsräume eingerichtet. Mit Beginn des Schuljahres 1997/98 konnte auch wieder die Ausbildung der Landwirte aufgenommen werden. Im Schuljahr 1999/20000 begannen erstmals Studenten in einem Fachschulbildungsgang für Landwirtschaft und Gartenbau in Groß Kreutz ihre berufliche Weiterbildung. Mit ca. 900 Schülern und Studenten befindet sich am Schulteil Groß Kreutz die größte Bildungseinrichtung des Landes Brandenburg für Gärtner, Pferdewirte, Landwirte und Floristen. Im Mai 2006 begannen Bauarbeiten für die Erweiterung des Schulbaus von 1976. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten, der ursprüngliche Bauplatz  war nicht mit dem denkmalgeschützten Herrenhaus vereinbar, wurde am  10. Januar 2013 und 17 Monaten Bauzeit die neue Einfeld-Turnhalle eingeweiht. Die Halle hat 660m² Fläche und rund 1,7 Millionen Euro gekostet&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH &amp;amp; Co.KG&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Zum 01. 08. 1991 wurden aus der Betriebsberufsschule des KOV ”Havelobst” Werder, der Berufsschule Groß Kreutz, der Ingenieurschule für Gartenbau Werder und der Agraringenieurschule Beelitz das Oberstufenzentrum Werder in Trägerschaft des Kreises Potsdam-Land gegründet. Die Berufsschule Groß Kreutz wurde als Standort und später als Abteilung dieser Schule weitergeführt. Zum Schuljahresbeginn 1991/92 besuchten 223 Schüler die Schule in Groß Kreutz. Es wurde mit einer beruflichen Ausbildung der Hauswirtschafter begonnen. Die Lehrstellenangebote gingen drastisch zurück und als alternatives Angebot für die Jugendlichen wurde eine 1- bis 2-jährige berufliche Grundlagenbildung in der Agrarwirtschaft und Hauswirtschaft eingerichtet. Die bis zu diesem Zeitpunkt über 25 Jahre durchgeführte Ausbildung von Facharbeitern für die Tierproduktion lief 1993 und die Ausbildung der Landwirte 1994 aus. Ab 1993 wurde die theoretische Beschulung der Floristen vom Schulteil Werder an den Schulteil Groß Kreutz verlegt. Mit Beginn des Schuljahres 1995/96 wurde mit den Gärtnern die Berufsschule für alle landwirtschaftlichen Berufe des OSZ Werder nach Groß Kreutz verlagert. Die Zahl der Schüler stieg zum Schuljahr 1996 wieder auf 592 an. Dem veränderten Ausbildungsprofil folgend, wurden die Außenanlagen als gärtnerische Übungs- und Lernflächen umgestaltet, ein zweischiffiges Lehrgewächshaus sowie Fachunterrichtsräume eingerichtet. Mit Beginn des Schuljahres 1997/98 konnte auch wieder die Ausbildung der Landwirte aufgenommen werden. Im Schuljahr 1999/20000 begannen erstmals Studenten in einem Fachschulbildungsgang für Landwirtschaft und Gartenbau in Groß Kreutz ihre berufliche Weiterbildung. Mit ca. 900 Schülern und Studenten befindet sich am Schulteil Groß Kreutz die größte Bildungseinrichtung des Landes Brandenburg für Gärtner, Pferdewirte, Landwirte und Floristen. Im Mai 2006 begannen Bauarbeiten für die Erweiterung des Schulbaus von 1976. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten, der ursprüngliche Bauplatz  war nicht mit dem denkmalgeschützten Herrenhaus vereinbar, wurde am  10. Januar 2013 und 17 Monaten Bauzeit die neue Einfeld-Turnhalle eingeweiht. Die Halle hat 660m² Fläche und rund 1,7 Millionen Euro gekostet&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH &amp;amp; Co.KG&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Leiter des Oberstufenzentrums ist Herr Kurt Thiel bis 2018, dann wurde Direktorin Frau Beiler&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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