Mittelalter bis Beginn der Neuzeit

Aus Chronik Groß Kreutz
Version vom 18. September 2026, 19:40 Uhr von Wolfram (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „===Mittelalter bis Beginn der Neuzeit=== '''1775''': Büsching listet in seiner "Vollständigen Topographie der Mark Brandenburg" für Groß Creutz folgendes auf: Es ist ein Dorf mit einer Mutterkirche, mit einer Schäferei und Windmühle; es gehört zur Provinz "Mittelmark" und zum Kreis "Zauche"; es ist ein adeliger Ort und unterliegt der geistlichen Inspektion (kirchlichen Aufsicht) von Neustadt Brandenburg<ref>damals waren Brandenburg und Neustadt Br…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mittelalter bis Beginn der Neuzeit

1775: Büsching listet in seiner "Vollständigen Topographie der Mark Brandenburg" für Groß Creutz folgendes auf: Es ist ein Dorf mit einer Mutterkirche, mit einer Schäferei und Windmühle; es gehört zur Provinz "Mittelmark" und zum Kreis "Zauche"; es ist ein adeliger Ort und unterliegt der geistlichen Inspektion (kirchlichen Aufsicht) von Neustadt Brandenburg[1] und der Patron der Pfarrkirche und die Gerichts-Obrigkeit oblag dem Besitzer des Ortes (Carl Botho Gottfried v. Hacke)

1745: Im Dorf leben zehn Bauern und acht Kossäten. Es gibt eine Schäferei und eine Windmühle.

1682/83: Aus diesen Jahren wird erwähnt, dass es 31 3/4 Mittelhufen gibt und über die Hälfte, nämlich 19 2/3 gehören dem Adel. Es gibt 10 Kossätenhöfe, eineinhalb sind verlassen (wüst) und werden nicht bearbeitet.

1686: "Patent, daß die Unterthanen, insonderheit in kleinen Städten, Flecken und auf dem Lande nützliche Bäume pflantzen sollen " [2]

1680: Patent, daß niemand von Fremden und Reisenden an ungewöhnlichen Passagen über die Ströhme sich übersetzen lassen, noch sonst einiger Schleiff-Wege bedienen solle [3] In den letzten Jahrzehnten des 17. Jh. und in den ersten Jahrzehnten des 18. Jh. grassierte die Pest in deutschen Landen.

1652: Nach dem furchtbaren Dreißigjährigem Krieg lebten im Dorf 14 Personen. Es gab 3 Hüfner, einer davon ist der Schulze und 4 Kossäten.[4]

1624: Die Zeit des Dreißig jährigen Krieges. Es werden 10 Hüfner, 10 Kossäten, 1 Schmied, 1 Hirte, 1 Pachtschäfer, 1 Paar Hausleute, 1 Schneider,und die Schäferknechte aufgezählt; das Dorf umfasst mit den Hufen von Hatenow 39 Hufen; der Rittergutsbesitzer hat 12 Hufen. der Pfarrer hat 2 Hufen. Von einem Hof mit 4 Hufen wird berichtet, dass er von den Herrschaften übernommen wurde.

1608: Es wird ein Rittersitz des Herrn von Hacke bezeugt.

 Die Neuzeit ist kein fester Zeitpunkt. Als Beginn der Neuzeit wird oft die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert angesetzt. Zeiten von gravierenden Entdeckungen und geistigen Umbrüchen folgten. Das Zeitalter der Aufklärung, mit dem Höhepunkt der Französischen Revolution, wurde die frühe Neuzeit beendet.

1589: Es gibt 9 Abgabepflichtige, 1 Kossät und einen Schneider.

1580: 1 Hof mit 4 Hufen hat Herr v. Rochow zu sich genommen.

1450: Das Dorf ist immer noch 42 Hufen groß. Herr von der Groeben hat 5 Hufen und eine Herde (wahrscheinlich Schafherde, Anmerk. d. Chronisten). 1451 wird berichtet, dass v.d. Groeben und der Schulte 6 Hufen haben. Einen Schäfer und den Krug gibt es.

1541: Es wird von 100 Kummunikanten berichtet

1533: Es wird der Schulze erwähnt und zu acht Höfen gehört eine Dorfhufe. Die Dorfhufe oder Allmende ist ein Allgemeineigentum von Dorfbauern. Es wird Bezug weiterhin genommen zu der Wüstung Hatenow. Der erste Bauer hat dort 3 Hufen, drei haben je 2 wüste Hufen, Einer hat eine wüste Hufe, weiterhingibt es 8 Hüfner, einer von ihnen hat auch 1 wüste Hufe auf Hatenow. Es werden 9 Höfe erwähnt von denen sechs wahrscheinlich jeder 1 wüste Hufe habe. (Nach dieser Rechnung ergeben sich 20 Hufen zu Hatenow)

1375: In dem o.g. Landbuch wird berichtet, dass der Ort 42 Hufen hat. Davon hat der Pfarrer 3 Hufen, der Schulze hat 2 Hufen und der Dorfvorsteher hat vom Patron von Rochow 7 Hufen als Lehen bekommen; außerdem gibt es im Dorf einen Krug.

Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass auf dem Gebiet der heutigen Gemarkung Wenden[5] gesiedelt haben. Mit der Eroberung der ostelbischen Gebiete setzten die Markgrafen (hier die Bezeichnung für die Beherrscher des Grenzlandes) sogenannte Locatoren[6] ein. Es ist davon auszugehen, dass sowohl slawische und deutsche Siedler neben einander gelebt haben. Zu der ersten schriftlichen Erwähnung des Ortes "Groß Kreutz", wenn auch in anderer Schreibweise, siehe 4.1 Ursprünge.

  1. damals waren Brandenburg und Neustadt Brandenburg eigenständige Städte
  2. Corpus Constitutionum Marchicarum (CCM) / Theil 6, Abth. 1; CLXVII. vom 5. Mart 1686
  3. CCM_Theil-5,Abth.4,Capitel-II. Capitel. Von Pest-Ordnungen und dahin gehörigen Sachen; vom 30. Octobr. 1680
  4. Bevölkerung nach dem 30-jährige Krieg (Quelle: „Die Zauche und ihre Bevölkerung zur Zeit des 30jährigen Krieges“, Beitrag von Erich Kittel im Heimatkalender des Kreises Zauch-Belzig im Jahre 1935.) Der Landreiter des Kurfürsten erfasste die Bevölkerung um eine Übersicht zu den erhebenden Steuern zu haben. Die konkreten Auswirkungen und Zustände im Ort in den Jahren von 1618 bis 1648 sind nicht im Einzelnen überliefert. Die Bevölkerungszahl war auf einem Tiefstand. Es bedeuten die Zahlen in den Klammern das Alter des genannten; wird ein „c“ aufgeführt, so heißt dies, dieser Name wurde in dem Ort schon 1605 im Lehniner Erbregister aufgeführt. Manche Familiennamen haben sich bis heute im Ort erhalten. Aus den Aufzeichnungen1 zur Bevölkerung wissen wir, dass im: Dorffe Großen Creutz seindt 3 Huefener und 4 Cossaten“ Namentlich werden genannt: „Der Schulz Jurgen Bier (55) hat einen Knecht Hans Kruger (40) hat 1 Knecht Andreas Fronstorff (61) hat einen Sohn von (16) Mertien Filig Thomas Kruger (42) hat einen Sohn von (21) Hans Senst (60) hat einen Sohn von (20) Jurgen Schuldten (50) hat 2 Söhne Im Dorffe Bechow (Bochow) seindt 4 Hufener undt 2 Coßaten der Schulze Jurgen Wegener (30) hat 2 Jungens Jurgen Wilke c? (67) hat 1 Sohn von (22) Andreas Merten (58) Jacobus Heßeler (35) Peter Merten (51) Jacobus Hintzw (40) Im Dorffe Detz (Deetz) seindt 10 Hufener und 9 Coßaten Der Schulze Hans Neigemann (45) hat 2 Knechte Hans Borgestorf (54) hat 2 Kinder Jurgen Hildebrandt (32) Hans Hornemann c (32) Palm Surig (60) hat 1 Knecht Jacobus Lise (44) Martin Patzer (43) hat 1 Knecht Mattheas Boggo (44) Mertin Helgre (34) Mattheas Schwegten (61) Peter Pape (59) Wulff Schulder (36) Peter Pape (34) Mattheas Mar (30) Valtien Wicke (45) Jacob Bollenstorf c (57) Gronemus Wiennig (59) Im Dorffe Crielow (Krielow) seindt 7 Hufener und 3 Coßaten Der Schulze Hans Jochob (55) Andreas Berndt (24) Jacob Berndt (30) Merten Tabert c (50) Tomas Koßien (26) Peter Brechow (32) Peter Lindicke (52) Merten Tabert (40) Bendix Kobicke (35) Tomas Seger (60) Im Dorffe Götz seindt 8 Huefener und 10 Coßaten Andreas Schultz (61) Amtsschreiber zu Lehnin Arndt Wendt (35) Gal Götz c (73) Niclaus Ritter (30) Peter Zingelmann (36) Görges Hag (53) Andreas Man c (45) Jochim Bellien (51) Jurgen Franstörff (60) Peter Höwener (46) Niclaus Gericke (35) Andreas Badt (32) Thomas Lipe (43) Christian Mohr (41) Hans Hardtmann (39) Andreas Bernaiow (52) Hans Grunefeldt (36) Martin Kiborg (40) Im Dorffe Jeserick (Jeserig) seindt 4 Hufener und 2 Coßaten Der Schulz Martin Sternstorff (47) Matthias Kulemey (50) Matthias Kuck (60) Michel Leman (41) Mattheas kuhne (48) Andreas Dusekow (48) Im Dorffe Schmergow seindt 12 Hufener und 7 Coßaten Der Schulz Bendix Bredow (31) hat 2 Knechte Jurgen Spitzhoff c (45) Hans Bollenstorff (30) Jurgen Merten c (68) hat 2 Knechte Peter Sump c (76) hat 2 Knechte Jörges Bertz c (2) hat 2 Knechte Andreas Andreß (34) hat 1 Knecht Joachim Paschen (36) hat 2 Söhne von 20 Peter Heinrich c (47) hat 1 Knecht Andreas Bogge Andreas Merten c (27) hat 2 Knechte Kesten Sump (47) hat 2 Knechte Mattheas Tegener Peter Matteas (44) hat den Schweden gedient Peter Senst (40) Peter Gewert (40) tomas Leddien c (48) Tomas Witmann c (48) Peter Teuffel (30)
  5. Wenden ist eine veraltete Bezeichnung für Slawen im deutschsprachigen Raum(Wikipedia)
  6. im Hochmittelalter ein von der Feudalgewalt eingesetzter Organisator, der die Besiedlung einer Region zu verwalten hatte und Siedler anwarb (Wikipedia)