Fürsorge
Unter "Sozialfürsorge" wird die staatliche Unterstützung, Betreuung und Pflege für wirtschaftlich oder gesundheitlich in Not geratene sowie alle hilfsbedürftigen Mitglieder der Gesellschaft verstanden. In der Weimarer Republik wurden die gesetzlichen Grundlagen geschaffen. Letzendlich lag die Verantwortung und Durchführung bei jeder einzelnen Gemeinde. Die Lasten der Fürsorge wurden auf Wohlfahrtseinrichtungen und kirchliche Einrichtungen abgewälzt. Der "Fürsorgebezirk Groß Kreutz" und Umgebung führte z.B. die "Mütterfürsorge" im Kinderheim (heute KITA) in der Lehniner Straße durch. Hier gab es seit 1918 eine "Diakoniestation".
Volkssolidarität: Schon vor der Gründung der DDR wurde die Organisation "Volkssolidarität" gegründet. Im Laufe der Zeit breitete sich diese Initiative weiter aus, so dass in den Gemeinden Gruppen der "Volksolidarität" entstanden. Diese wurden mehr oder weniger zentral geleitet. Die Groß Kreutzer gehörten zur "Märkischen Volkssolidarität". Vorrangiges Betätigungsfeld war im Anfang die Betreuung älterer Bürger. Später versammelten sich Interessierte zu gemeinsamen Unternehmungen.